Dienstag, 19. April 2016

Rucksack


Vor mehr als einem Jahr, habe ich zwei Bundeswehrrucksäcke ersteigert.
 
Im Netz hatte ich schon so viele schöne Taschen aus diesem Material bewundert und wollte unbedingt mal selber eine nähen.
 
Als dann der Sohn des Hauses meine "Beute" gesehen hat, meldete er sofort Bedarf für einen großen Rucksack an.
 
Leider machte mir damals meine Nähmaschine einen Strich durch die Rechnung, denn sie weigerte sich schlicht und einfach dieses Material zu nähen, da es zu dick war.
 
Traurig, packte ich die Rücksäcke erst einmal in den Schrank, unschlüssig was nun damit passieren sollte.
 
Letzten Herbst entschied ich mich dann, mir eine neue Nähmaschine zu kaufen, da das Nähen von  dicken Stoffen oder mehreren Lagen immer unschön wurde oder oft gar nicht ging.
 
Nachdem die neue Maschine eingezogen war, erinnerte sich der Sohnemann gleich an die, im Schrank lagernden, Bundeswehrrucksäcke und seinen Wunsch nach einer Tasche.
 
Eigentlich wollte ich ihm diesen dann auch zu Weihnachten erfüllen.
 
Aber wie das so ist vor Weihnachten läuft einem dann meistens die Zeit davon.
 
(Außerdem hatte ich Angst, dass auch diese Maschine den Stoff nicht nähen würde.)
 
Nach Weihnachten, in einer ruhigen Minute, habe ich dann den Stoff hervorgeholt und probiert diesen zu nähen.
 
Und tatsächlich, es klappte.
 
Dieses Problem war zwar nun gelöst, aber es kam das nächste.
 
Der Sohnemann hatte eine genaue Vorstellung wie der Rucksack aussehen sollte, aber ich leider keinen Schnitt.
 
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich tue mich sehr schwer damit "frei Schnauze" zu nähen.
 
Aber ich habe gebastelt und ausprobiert und zu guter Letzt ist tatsächlich, rechtzeitig zum Geburtstag, ein Rucksack entstanden.
 
 
 
 
Den oberen Rand mit den Ösen wollte ich gerne erhalten. Schwierig wurde es mit einem passenden Verschluss.
 
Leider konnte ich keinen größeren Karabiner mit Halterung für Gurtband bekommen, so dass dieser nicht groß genug war, um direkt in die Öse eingeklinkt zu werden.
 
Deshalb musste ich einen Metallring durch die Öse ziehen und den Karabiner zum Verschließen des Rucksackes dort befestigen.
 
Eigentlich hatte ich die Vorgabe keine Bänder und Sonstiges zu verwenden. Aber so ganz ohne geht nicht.
 
So entschied ich mich vorne drauf zwei Streifen aus Reflektorband und ein schwarz-weiß gestreiftes Webband zu nähen.
 
(Schließlich muss man auch im Dunkeln gesehen werde.)
 
 
 
Die Halterungen für die Rückengurte habe ich übernommen. Das Leder der Trageriemen war schon sehr brüchig, so dass ich diese ausgetauscht und stattdessen Gurtband verwendet habe.
 
 
 
Geöffnet können auch größere Gegenstände transportiert werden.
 
 
 
Das Futter ist aus Camouflage-Stoff in passenden Grüntönen.
 
Damit Gegenstände wie Handy und Schlüssel nicht in den Weiten des Rucksackes verschwinden, habe ich innen zwei kleine Taschen genäht.


 
Der Sohnemann war begeistert.
 
 (Und ich sehr stolz auf meine Maschine, die alles ohne zu Murren genäht hat.)
 
Das Beste aber ist, dass noch genug von dem Material übrig ist und noch ein oder zwei Taschen daraus entstehen können.
 
Verlinkt beim Creadienstag.
 
 
Bis bald.

1 Kommentar:

  1. Du kannst auf dich stolz sein, der Rucksack ist dir super gut gelungen!! Ohne Schnitt zu arbeiten ist nicht einfach, aber du hast es gemeistert und ein tolles Einzelstück gezaubert :-)
    Ich würde ihn sofort nehmen!!!! Dein Sohn wird bestimmt viel Freude dran haben.
    Liebe Grüße,
    Oggi

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